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Kulturpreis für Marianne und Max Heimbucher Kulturpreis für Marianne und Max Heimbucher

Die beiden Preisträger haben mit ihren Grabungen und der Restaurierung von Funden wesentlich zur Geschichtsfindung an ihrem Heimatort Geisenfeld beigetragen“, würdigte stellvertretender Landrat Franz Rothmeier das ehrenamtliche Engagement von Marianne und Max Heimbucher, die einer seit 1876 in Geisenfeld sesshaften Familie entstammen. Mit einer Präsentation auf Leinwand machten Bürgermeister Christian Staudter und Kulturreferentin Henriette Staudter deutlich, warum das Votum für Vater und Tochter Heimbucher als sechste Träger des Preises in Kulturausschuss und Stadtrat einstimmig ausgefallen war. Max Heimbucher, 1947 geboren und in dritter Generation Malermeister sowie seine zur Kirchenmalerin ausgebildete Tochter Marianne verbrachten unzählige Stunden bei Ausgrabungen im Stadtgebiet und förderten zum Teil sensationelle Funde zutage. Skelette und Keramiken brachten, von namhaften Fachleuten analysiert, wertvolle Hinweise auf die Geschichte Geisenfelds - nachzulesen im „Sammelblatt des Historischen Vereins Ingolstadt, 117. Jahrgang, 2008.

Das Urteil der Autoren: „Ohne ihr vorbildliches ehrenamtliches Engagement wären zahlreiche neue Erkenntnisse zur Besiedelungsgeschichte Geisenfelds nie gewonnen worden“. Dr. Karl Heinz Riederer, Archäologe und einst Mentor von Marianne Heimbucher, meldete sich mit einer launigen Laudatio zu Wort. Marianne gelte dank ihrer Hingabe und ihrem Tempo in diesem Metier als „ICE“, habe als Hobbyarchäologin den „Geruch von Erde“ in der Nase und werde stets fündig. Ihr Motiv, ebenso wie das ihres Vaters, hartnäckig für die Erinnerungskultur zu kämpfen: die Liebe zur Heimat. Gerührt über die große Ehre, den Kulturpreis 2010 zu erhalten, dankte Marianne Heimbucher auch im Namen ihres Vaters der Stadt Geisenfeld, ihrem Mentor Riederer und den unzähligen Menschen, die sie bei Grabungen unterstützt haben. Allen voran der verstorbene Altbürgermeister Max Steinberger, der ihre „archäologischen Umtriebe“ von Beginn an gefördert hat.

http://www.hallertau.info/?StoryID=45&newsid=65317
Geisenfeld, 03.12.2010 (hpb/ala)

Ofenkacheln als Spiegel der Kultur

Ofenkacheln als Spiegel der Kultur
Geisenfeld (zur) Über 700 Jahre haben die ältesten unter ihnen überdauert und heute geben sie ein lebendiges Bild der Kunstfertigkeit und des Lebensstils vergangener Zeiten wider: Die historischen Ofenkacheln aus der Sammlung, die Marianne Heimbucher nun in einer Ausstellung präsentiert.

Die Exponate werden am 11. Juni erstmals zu sehen sein – im Rahmen der Veranstaltungsreihe zur Feier der ersten urkundlichen Erwähnung des Marktes Geisenfeld vor 700 Jahren. Mit der Vernissage um 20 Uhr wird zum gleichen Zeitpunkt auch die Fotoschau "Geisenfeld gestern und heute" eröffnet. Ofenkacheln als Spiegel der Kultur Ihre ersten Funde machte Marianne Heimbucher, an ihrem Heimatort als Hobbyarchäologin bestens bekannt, vor etwa 20 Jahren. Die gelernte Kirchenmalerin (in vierter Generation) vor der, wie sie scherzhaft gesteht "keine Baugrube sicher ist", hat im Laufe der Zeit zahlreiche für die Dokumentation der Geschichte des Ortes wichtige Funde gemacht, die sie jeweils akribisch dokumentiert und fachgerecht restauriert. Für ihre ehrenamtliche Arbeit wurde sie gemeinsam mit ihrem Vater Max, der ihr mit der gleichen Begeisterung für die Vergangenheit zur Seite steht, von der Stadt Geisenfeld geehrt. Auch mit der Umsetzung des Spezialthemas "Ofenkacheln" leiste sie einen "wertvollen Beitrag zum Jubiläumsprogramm" betont Bürgermeister Christian Staudter.

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"Heilige Familie" mit Spitz

Restaurierung!
Geisenfeld (GZ) Bilder, Skulpturen und Fotografien aus 135 Jahren zeigen eindrücklich, dass in den Adern der Familie Heimbucher seit Generationen „Künstlerblut" fließt. Einige der teils witzigen Exponate sind derzeit im Klosterstock der ehemaligen Benediktinerinnen-Abtei zu sehen

Dicht gedrängt standen die Gäste schon bei der Vernissage am Pfingstwochenende um die Bildwände, im Laufe des Wochenendes waren es über 500 Besucher auch aus der weiteren Umgebung. So manches Motiv löste bei der älteren Generation Erinnerungen an die „gute alte Zeit aus". Die Hüteeichen in der Nöttinger Viehweide etwa, die Max I. Heimbucher (1850 bis 1937) in Öl auf Karton bannte. Oder die Darstellung der Nöttinger Straße aus dem Jahre 1920, als diese noch eine richtige Allee war. Noch heute in Stein gemeißelt am Mitterbachl zu bewundern ist das von ihm entworfene Denkmal für Georg Ritter von Besnard.

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Marianne HeimbucherMarianne Heimbucher

Bereits seit meiner Kindheit interessiere ich mich für Geschichte und Kunst.

Deshalb lag es nahe, daß ich mich nach der Beendigung meiner Schulzeit zu einer Ausbildung zur Kirchenmalerin entschloss.

Nach über zehnjähriger Tätigkeit in diesem Beruf ergab sich in Jahr 1996 die Möglichkeit einer zunächst ehrenamtlichen Beschäftigung beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege (BLfD). Von 1997 - 2002 wurde ich dort im Rahmen mehrerer Zeitverträge mit der Restaurierung vor allem archäologischer Keramik betraut.

In diese Zeit fallen auch erste künstlerische Aktivitäten. Seitdem durfte ich bei zahlreichen Ausstellungen in der Region meine Unikatrahmen und Objekte zeigen.

Seit dem Ausscheiden beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege im Jahr 2002 bin ich neben meiner freiberuflichen Tätigkeit auch bei der Firma Romana, Restaurierung und Kunst in Nassenfels beschäftigt.

Telefon 08452 8251 | Email: marianne.heimbucher[@]web.de